Es ist ein ganz normaler Morgen. Ein Donnerstag. Mein Kalender, der vor mir auf dem Tisch steht, sagt mir, dass heute der 25. Februar ist. In 11 Monaten haben wir den ersten Weihnachtstag und heute liegt immer noch ein wenig Schnee vor meiner Tür. Das Thermometer zeigt 5 Grad an. Plus. Aber so natürlich, wie sich das anhört, ist das gar nicht. Ich ziehe trotzdem meine dicke Jacke an. Irgendwie ist mir kalt. Meine Umhängetasche, in der sich zwei Müsliriegel und drei Liter Wasser befinden, liegt griffbereit vor der Treppentür. Meine Brieftasche befindet sich hinten links in der Hose, mein iPhone in der Seitentasche. Es kann losgehen. Ein ganz normaler Morgen am 25 Februar im Jahre zwanzigzehn.

Der Tag wird heute nicht anders verlaufen als andere Tage. Um kurz nach Sieben werde ich im Büro sein. Ich werde meine Schränke aufschließen, die ersten Unterlagen ordnen. Der Rechner wird hochgefahren, ein Block und ein Kugelschreiber zum Schreiben, griffbereit auf den Tisch gelegt. Das Telefon wird klingeln. Es wird ein Verkäufer sein, der mir etwas verkaufen möchte oder ein Kunde, der ein Problem hat. Irgendwas ist immer.

Um 9:30 Uhr werde ich frühstücken. Zwei Müsliriegel und eine Tasse Kakao. Dazu gibt es die aktuelle Tageszeitung. Um Punkt 9:45 Uhr ist Schluss. Ich werde zurück an meinen Schreibtisch gehen und wichtige Unterlagen bearbeiteten, eine Präsentation erstellen, unsere Webseite pflegen oder eine Schulung vorbereiten. Irgendwas ist immer.

Um 13:00 Uhr werde ich zu Mittag essen. Sicherlich werde ich mir beim Bäcker um die Ecke ein Brötchen holen. Eventuell ein gekochtes Ei, alternativ einen Sahnejoguhrt. Kirschgeschmack.

Der Nachmittag wird nicht anders verlaufen als der Vormittag. Besprechungen, Tabellen, Grafiken, Ideen, Texte, Fotos, Besprechungen, Bestellungen, Gespräche, Toilettengang, Schulungen, Zeitschriften, Fotos. Um 18:00 Uhr ist Schluss.

Um 18:15 werde ich wieder in meiner Wohnung sein. Ich werde mich umziehen, etwas trinken, etwas essen und mich dann an meinen Schreibtisch setzen. Ich werde an den Charakteren meines Romans arbeiten, Handlungen ausdenken, geistige Bilder malen. Ich werde bloggen, Fotos raussuchen, Fernsehen, lesen, schlafen. Schlafen, bis der Wecker wieder klingelt. An einem ganz normalen Donnerstag im Februar.


Foto: Flickr / Udo Herzog

Eine Meinung zu “Ein ganz normaler Donnerstag…”

  1. MC Winkel sagt:

    Kenne das auch noch von früher. Rock’n'Roll geht anders, oder? :)

    [ot: bist Du jetzt denn offiziell bei dem Abnehm-Dings dabei? Dann bitte nochmnal sagen...]

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